News Grün denken heißt nicht grün handeln

Grün denken heißt nicht grün handeln

Jugendliche denken immer mehr grün – beim Kauf von Mode führt dies aber kaum zu problembewusstem Verhalten. Dies zeigt eine von nuggets im Auftrag von Greenpeace durchgeführte Repräsentativ-Befragung unter 500 Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren.

Die jungen Konsumenten sind keine Ahnungslosen: Sie verfügen über ein vages Wissen zu den Themen Chemikalieneinsatz und Arbeitsbedingungen bei der Bekleidungsherstellung. Das lässt hoffen, dass die mit zunehmender Kaufkraft ausgestatteten Jugendlichen zukünftig auch im eigenen Handeln auf vorhandene Missstände reagieren.
Doch es gibt Vorurteile und Hürden, die ein Umdenken und Überdenken der eigenen Over-Consumption erschweren. Kleidung muss äußerlich etwas hermachen: Design, Schnitt und Material müssen stimmen. Und dann entscheidet der Preis.
So wundert es nicht, dass die bestehenden Siegel und Angaben zur Herstellung kaum bekannt und auch wenig relevant sind. Mögliche Bezugsorte von fair gehandelter oder Bio-Mode sind Jugendlichen kaum geläufig und auch Second-Hand-Kleidung steht nicht gerade hoch im Kurs.

Grundsätzlich zeichnet sich Potenzial für ökologisch und ethisch einwandfreie Mode ab: fast jeder zweite Jugendliche möchte gern mehr über die Herstellung von ökologischer Kleidung und über die Herstellungsbedingungen bei den eigenen Lieblingsmarken erfahren. Nur sucht bislang kaum einer aktiv nach diesen Informationen. Die Jugendlichen müssen also an die Hand genommen werden, wenn es darum geht ihnen aufzuzeigen, wie jeder Einzelne in seinem Handeln zu einer Verbesserung der Situation beitragen kann.

Die gesamten Ergebnisse zu der Studie „Modekonsum unter Jugendlichen“ können Sie auf der Homepage von Greenpeace einsehen: https://www.greenpeace.de/themen/endlager-umwelt/kaum-grun-im-schrank