News Alkohol-Verkaufsverbot nach 22 Uhr – in der Masse kaum Auswirkungen

Alkohol-Verkaufsverbot nach 22 Uhr – in der Masse kaum Auswirkungen

In Baden-Württemberg gilt es seit über 5 Jahren, in der Dresdener Neustadt schon seit 2006: ein Verbot für den Verkauf alkoholischer Getränke durch den Einzelhandel nach 22 Uhr. Und auch die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler würde ein Verbot gern deutschlandweit sehen. Unsere Repräsentativ-Befragung unter 501 Personen im Alter von 18-69 Jahren zeigt aber, dass die Auswirkungen gering sein dürften.

Wen würde ein solches Verbot treffen? Und wie stehen die Betroffenen dazu?
Von einem solchen Gesetz wäre lediglich eine Minderheit tangiert. Nur 21% der Befragten haben in den letzten 12 Monaten nach 22 Uhr Alkohol gekauft. Es überrascht nicht, dass vor allem junge Männer von der Möglichkeit Gebrauch gemacht haben und daher einem Verkaufsverbot kritischer gegenüber stehen.

Zu einer Reduktion der gekauften Menge würde ein Verbot aber wohl kaum führen. Die meisten Betroffenen würden sich vor 22 Uhr mit alkoholischen Getränken bevorraten. Selbst in der Gruppe der 18-39-jährigen Männer sind es gerade einmal 5%, die angeben, im Fall eines Verbots weniger Alkohol kaufen zu wollen.

Ergebnisse Alkoholverkaufsverbot nach 22 Uhr

Festzuhalten bleibt: möglicherweise kann ein Alkohol-Verkaufsverbot nach 22 Uhr die Brennpunkte in den Großstädten entschärfen. Spürbare und flächendeckende Auswirkungen hinsichtlich eines insgesamt geringeren Alkoholkonsums unter jungen Erwachsenen sind aber nicht zu erwarten.

Einen Kurzbericht zu den Ergebnissen dieser Befragung können Sie bei uns per Mail anfordern. Oder rufen Sie uns an:
+49 40 466 56 79 00